Literatur, Videos, Presseberichte ...

Presseberichte

Aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland trafen Vertreter*innen unterstützter Selbsthilfegruppen – Moderator*innen ebenso wie Demenzbetroffene – auf Einladung von Peter Wißmann (Demenz Support Stuttgart) und Christina Pletzer (Caritas Tirol) am 26. und 27. November 2019 in Stuttgart erstmals zum Austausch und zur Verabredung gemeinsamer Aktivitäten zusammen.  Ein dabei neu begründetes Netzwerk soll die Zusammenarbeit und Erweiterung vorantreiben.

Lazarus Pflegenetzwerk

Videokonferenzen sind in Zeiten der Corona-Krise gang und gäbe. Wie sieht es damit in Unterstützten Selbsthilfegruppen für Menschen mit Vergesslichkeit aus?

Das deutschsprachige Netzwerk EmpowerMenz hat sich im Rahmen eines  videogestützten Arbeitstreffens am 17. April 2020, mit dieser Frage beschäftigt und sich mit den Möglichkeiten der Videotelefonie für unterstützte Selbsthilfegruppen auseinandergesetzt. Grundlage waren die Praxiserfahrungen, die hierzu bereits in mehreren Gruppen gemacht wurden und werden.

Landratsamt Enzkreis

Caritas Tirol

Videos

Selbsthilfetreffen Demenz -
Wir reden selbst (Selbsthilfegruppen)

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Videotelefonie – auch für Menschen mit Demenz?

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Unterstützte Selbsthilfe #1

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Unterstützte Selbsthilfe #2

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Unterstützte Selbsthilfe #3

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Selbsthilfe bei Demenz - Interview mit Sylke Kopp

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Literatur

Mit dem Wort Demenz wird häufig das Bild von sehr alten, verwirrten und vollkommen hilfebedürftigen Menschen verbunden. Die vielen Menschen, die mit einer Demenzdiagnose leben und nicht in dieses Bild passen, finden kaum Beachtung. Sie fallen durch das Raster und deshalb nicht auf. Vermutlich gibt es auch deshalb so wenig Unterstützungsangebote für sie. Als gesund geltende Menschen kümmern sich um demenziell veränderte Personen vor allem in Form von Pflege und Betreuung. Sie tun etwas für die anderen. Das bedeutet allzu oft, dass man Dinge anstelle des anderen tut. Damit nimmt man der demenziell veränderten Person jedoch die Möglichkeit, mit ein wenig Hilfestellung selbst handeln zu können und sich als nach wie vor selbstwirksam zu erleben.

SELBSTSTÄNDIG LEBEN MIT PROMENZ

Wir vergessen
wir erinnern
wir helfen

Zuerst ist es nur ein verpasster Termin, ein vergessener Vorname der Freundin. Später verschwinden schleichend ganze Lebensphasen aus der Erinnerung. Die Diagnose Demenz belastet und verunsichert. Der Name PROMENZ bedeutet so viel wie „für den Geist“. Entwickelt haben diesen Namendie Mitglieder der gleichnamigen Selbsthilfegruppe von Menschen mit Vergesslichkeit (MmV). Er soll einen bewussten Gegenpol zum Begriff Demenz – „ohne Geist“ bilden. In dieser Broschüre erfahren Sie, was Gedächtnisschwäche für Betroffene bedeutet und dass Demenz mehr als nur eine Erkrankung ist. Wir geben Einblick in die PROMENZ-Gruppen, wie diese aufgebaut sind und wie sie funktionieren. Und wir verraten Ihnen, wie Sie unterstützen können und welches „Handwerkszeug“ Sie als UnterstützerIn benötigen. Auf Wunsch der NutzerInnen von PROMENZ versuchen wir den Begriff „Demenz“ so weit wie möglich zu vermeiden. Ganz ohne ihn kommen wir (noch) nicht aus. Um ein möglichst breites Verständnis zu erzielen, haben wir versucht, diese Broschüre in einfach lesbarer Sprache zu verfassen, um gemeinsam neue Wege mit Menschen mit Vergesslichkeit zu gehen.

Dir. Mag. (FH) Erich Fenninger, Mag.a Reingard Lange

Es in die eigene Hand nehmen: Selbsthilfe von Menschen mit Demenz und ihrer An- und Zugehörigen

Peter Wißmann

Eine Internetrecherche zum Thema Selbsthilfe und Demenz bringt gewöhnlicherweise eine erstaunlich hohe Trefferquote, hinter der sich jedoch fast ausschließlich Selbsthilfegruppen von pflegenden Angehörigen verbergen. Hingegen steckt die Selbsthilfe der direkt Betroffenen noch in den Kinderschuhen. Aus diesem Grund wird es nachfolgend vor allem um die Selbsthilfe derdirekt Betroffenen gehen. Abschließend sollen die Möglichkeiten gemein-schaftlicher Selbsthilfe von Betroffenen sowie An- und Zugehörigen diskutiert werden.

demenz.DAS MAGAZIN

41/2019 Selbsthilfe und Selbstvertretung

Beteiligtsein von Menschen mit Demenz. Praxisbeispiele und Impulse

Demenz Support Stuttgart

Das Buch stellt Beispiele einer gelingenden Praxis vor: Vorgehensweisen, bei denen Betroffene sich auf Augenhöhe mit Profis und Angehörigen auseinandersetzen. Unterstützungsformen, die es ihnen ermöglichen, sich in Wort und Schrift zu äußern und einzumischen, ergänzt durch Anregungen für beteiligungsorientierte Vorgehensweisen in Vereinen, Kulturprojekten, lokalen Planungsprozessen sowie im Rahmen von Workshops und Veranstaltungen.

Selbstbestimmung gibt’s immer. Oder besser: kann es immer geben. In: daSein – Zeitschrift für Betreuung und Pflege. 1/2020, S. 15-17

Unterstützte Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz- Anregungen für die Praxis

Michaela Kaplaneck

Selbsthilfegruppen unterstützen die Betroffenen, sich aus der Isolation zu befreien, ein Forum für die eigenen Themen zu finden und auf sich aufmerksam zu machen – auch bei Menschen mit Demenz kann das gelingen.
Dieses Praxisbuch erläutert, warum Selbsthilfegruppen von Menschen mit Demenz so wichtig sind, zeigt ganz konkret, wie sie sich initiieren lassen, und stellt Ansätze für die Gruppenarbeit vor. Im Mittelpunkt steht das Konzept der Unterstützten Selbsthilfe: Die Betroffenen bestimmen selbst über Gesprächsthemen und Aktivitäten, berufliche und ehrenamtliche HelferInnen haben unterstützende und moderierende Funktion.
Das Buch richtet sich an alle, die mehr über die Potenziale der Selbsthilfe von Menschen mit Demenz erfahren oder eine Unterstützte Selbsthilfegruppe aufbauen und begleiten möchten.

Handlungsempfehlung für die Abhaltung von Video-Konferenzen mit Menschen mit demenziellen Einschränkungen, Desorientierung und Vergesslichkeit

Johanna Püringer und Angela Pototschnigg

Diese Empfehlungen sind im Austausch zwischen Angela Pototschnigg, die ihre Erfahrungen und Erlebnisse zur Verfügung stellte,und Johanna Püringerentstanden. Frau Pototschnigg lebt mit kognitiven Einschränkungen in Wien, engagiert sich als Peer-to-Peer Beraterin in der Selbsthilfegruppe Alzheimer Austria und ist Mitglied der European Working Group for People With Dementia (EWGPWD). Frau Püringer ist psychosoziale Beraterin, Kommunikations-und Gedächtnistrainerin, unterstützt Frau Pototschnigg bei ihren Aktivitäten und ist ehrenamtlich bei Alzheimer Austria tätig.